Ausgabe 02/2007
Die Begegnung von meditativen Disziplinen und westlicher Psychologie: Ein sich gegenseitig bereichernder Dialog
Zusammenfassung: Die Meditation hat sich zwischenzeitlich zu einer der dauerhaftesten, am weitesten verbreiteten und am umfassendsten erforschten Methoden der Psychotherapie entwickelt. Bisher wurde die Begegnung der meditativen Disziplinen und der westlichen Psychologie allerdings durch große Missverständnisse und durch eine assimilative Integration behindert, in der ein großer Teil des Reichtums und der Einzigartigkeit der Meditation und ihrer Psychologien und Philosophien übersehen wurde. Ebenfalls übersehen wurden ihre erheblichen Auswirkungen auf unser Verständnis so zentraler psychologischer Inhalte wie Kognition und Aufmerksamkeit, mentales Training und mentale Entwicklung, Gesundheit und Pathologie oder psychologische Fähigkeiten und Potenziale. Die Erforschung meditativer Traditionen mit einem höheren Maß an kultureller und konzeptioneller Feinfühligkeit eröffnet die Möglichkeit zu einer wechselseitigen Bereicherung sowohl der meditativen Traditionen als auch der westlichen Psychologie mit weitreichendem Nutzen für beide Seiten.
Schlüsselwörter: Meditation, Aufmerksamkeit, Mentales Training, Bewusstseinsschulung, Kontemplation

