Ausgabe 02/2006
Die Seinsdimension in der Potentialorientierten Psychotherapie
Zusammenfassung: Menschliches Potential entfaltet sich in Abhängigkeit von
der Umwelt. In dem wir uns mit Idealbildern aus der Vergangenheit identifizieren und daran festhalten, entfremden wir uns von unserem Wesen und verkümmern zu Darstellern, die an der Sehnsucht nach der Verwirklichung unseres eigentlichen Wesens leiden. Gelingt es, das normierte Verhalten zu durchschauen und zu überwinden, besteht die Chance, zu einer autonomen Person zu reifen. Mit Hilfe der potentialorientierten Psychotherapie, die sich an der humanistischen Psychologie und an der spirituellen Ausrichtung von K. Graf Dürckheim orientiert, können bei Menschen mit strukturspezifischen Konflikten Entwicklungsprozesse begleitet werden, um ihnen zu helfen, sich aus überholten und unbefriedigenden Mustern in Wahrnehmung, Fühlen, Denken und Handeln zu lösen, sich der ihrem Wesen gemäßen Entfaltung ihrer Eigenart, der Hingabe ans Leben in Freud und Leid, der Freude am Dasein und dem Dienst an der Gemeinschaft zu widmen, so dass sich schließlich ein eigen-artiges Menschsein entfalten kann.
Schlüsselworte: Potentialorientierte Psychotherapie, Identifikation und Identität,
Kränkung, Humanistische Psychologie, Selbstverwirklichung, Dimension des Seins.

