Transpersonale Psychologie und Psychotherapie»Inhaltsübersicht»Ausgabe 02/2003 - 9. Jahrgang - Heft 2

Ausgabe 02/2003

Zum Menschenbild einer postmodernen Psychotherapie

Konrad Stauss, Bad Grönenbach

Zusammenfassung: Der Mensch wird im Rahmen dieses Menschenbildes als ein komplexes sozio-bio-psycho-spirituelles System verstanden. Die Befriedigung der biologischen, psychosozialen und spirituellen Grundbedürfnisse sind zur Erhaltung der Konsistenz dieses komplexen Systems unverzichtbar. Seelische Störungen beruhen auf der mangelnden Befriedigung dieser Grundbedürfnisse. Es werden folgende sieben anthropologische Grundmerkmale formuliert: Ganzheitlichkeit, Polarität, Perspektivität, Intentionalität, Historizität, Reflexivität, Verantwortung und Freiheit. Ein besonderes Anliegen war, die Spiritualität als einen vergessenen Wirkfaktor und die Erkenntnisse der neurobiologischen Forschung zu integrieren. Das ethische Gewissen als ein Aspekt des transpersonalen Selbst wird in den Kontext des Weltethos gestellt und eine Philosophie der Freiheit und Verantwortlichkeit entwickelt.

Schlüsselwörter: Anthropologie, Grundbedürfnisse, Wirkfaktor Spiritualität, transpersonales Selbst, Gewissen, Weltethos, Präsenz