Transpersonale Psychologie und Psychotherapie»Inhaltsübersicht»Ausgabe 02/2002 - 8. Jahrgang - Heft 2

Ausgabe 02/2002

Die Beziehung zwischen Mensch und Gott im Islam

Annemarie Schimmel

Zusammenfassung: Der Koran ist das "buchgewordene Wort Gottes", seine Lektüre ist die zentrale und grundsätzliche Beziehung zu Allah, dem "Allbarmherzigen". Das fünfmalige tägliche Gebet zu festgelegten Zeiten ist ein liturgischer Akt. Daran können sich freie Bitt- oder Dankgebete und auch der dhikr (Gottgedenken mit hundertfältigen Gottesnamen) anschließen. Segensformen über den Propheten zu sprechen ist üblich. Alles was existiert, Gebet wie auch Erhörung, geht von Gott aus, selbst Nichterhörung ist Gnade. Es gibt auch Auflehnung gegen Gott. Aber allein Muhammad konnte während seiner "Himmelsreise" direkt mit Gott sprechen.

Schlüsselwörter: Koran, Beziehung zu Allah, liturgische Gebete, Bitt- und Dankgebete, dhikr, Nichterhörung, Auflehnung, Gottesbeziehung über Muhammad