Transpersonale Psychologie und Psychotherapie»Inhaltsübersicht»Ausgabe 01/2010 - 16. Jahrgang - Heft 1

Ausgabe 01/2010

Krankheit und Heilung im Kontext der Kulturen

Grundsatzreferat beim Kongress „Medizin im Kontext der Kulturen“ TU München, 2003

Michael von Brück, München
Redaktionelle Bearbeitung: Edith Zundel

Zusammenfassung: Lebewesen, auch der Mensch, entwickeln sich in einem komplexen Wechselspiel zwischen Körper und Geist, die wiederum in ständiger Interaktion mit der sozialen und geosphärischen Umwelt sind. Und das Ganze wird umfasst vom göttlich bestimmten Universum. Krankheit wird als Störung des Verhältnisses des Menschen a) zu sich selbst, b) zur Umwelt und c) zum Universum betrachtet. Generell gibt es keinen Körper ohne Information und Struktur (das Geistige) und keinen Geist, der sich nicht physisch ausdrücken würde. Das Geistige hat damit auch für die Heilung große Bedeutung.

Alte Kulturen sind durchgehend ganzheitlich und religiös bestimmt, ihre Medizinsysteme und was sie als wirksam betrachten, dürfen wir nicht durch die Brille unserer Vorstellung und unseres Wissenschaftsbegriffes betrachten. Es empfiehlt sich, sie als komplementär zum westlichen wissenschaftlichen Denken und medizinischem Tun zu begreifen, unseren eigenen Wissensbegriff zu erweitern und auch unser Heilen ganzheitlicher zu gestalten.

Schlüsselwörter: Körper, Geist, Umwelt Universum; Bedeutung des Bewusstseins; Krankheitsbegriff, Medizinsysteme asiatischer Kulturen