Transpersonale Psychologie und Psychotherapie»Inhaltsübersicht»Ausgabe 01/2007 - 13. Jahrgang - Heft 1

Ausgabe 01/2007

Leid und Heilung in der Erfahrung der Mystik

P. Volker Schmidt

Zusammenfassung: Manches Leid lässt sich nicht wenden. Manche Krankheit bleibt bei uns bis zum Tode. Wie geht die Mystik damit um? Kommen von der Mystik hierzu besondere Erfahrungen? Der Autor stellt seine Arbeit als spirituell-seelsorgerlicher Begleiter (spiritual counseling) und die Phänomene, die in der Begleitung seiner Patient/innen auftauchen, in den Spiegel mystischer Tradition, so dass beide, die gegenwärtigen Erfahrungen seiner Patientinnen und zentrale Erzählungen der christlich-mystischen Tradition, sich gegenseitig interpretieren und erhellen. Dies bezieht sich zunächst auf die Rolle des Therapeuten: Die eigene meditative Präsenz (nicht aus dem Ego, sondern in der „Kraft des Geistes“) versteht er als eine entscheidende Voraussetzung auf seiner Seite. Im Spiegel entsprechender Zeugnisse der Mystik erhellt sich aber auch die Kraft, die heilt, und erhellen sich die seelischen Themen, die in dem Begleitungsprozess zu Tage treten. Mystisches Denken und mystische Erfahrung – so ist die zentrale Formulierung des Autors – gehen davon aus, dass in uns entsteht, was die letzte Realität (Gott) selber ist: Das LEBEN, der WEG, die WAHRHEIT.

Schlüsselwörter: Umgang mit Leid, heilende Kraft, Mystik und Transzendenz,
meditative Zugänge, christlich-spirituelle Seelsorge