Ausgabe 01/2006
Schamgefühle – Stolpersteine auf dem spirituellen Weg
Klinische Erfahrungen mit Schamkonflikten und ihre Bedeutung für die Transpersonale Psychotherapie
Zusammenfassung: In dieser Arbeit geht es um die Bedeutung von Schamgefühlen für eine Transpersonale Psychotherapie und ganz besonders auch um die unbewussten Schamgefühle, also eine scheinbare Schamlosigkeit, die genau wie die bewusst erlebten Schamgefühle selbst als Hindernisse auf dem spirituellen Weg angesehen werden können. Bevor ich mich mit dem Schamgefühl als physiologischem Zustand und als existentiellem Gefühl näher auseinandersetze, halte ich es für sinnvoll, einige Bemerkungen zur Entwicklung von Identität und Persönlichkeit in der postmodernen Gesellschaft zu machen. Wenn wir uns dann mit Scham und Schamlosigkeit beschäftigen, ist es erforderlich, die Zusammenhänge zwischen diesen Gefühlszuständen und dem Narzissmus des Menschen genauer zu klären. Anschließend betrachten wir die verschiedenen Verarbeitungsmechanismen des Selbst, hinter denen sich die Scham verbergen kann, um dann zum Abschluss erste Schritte einer Perspektive für eine transpersonale Entwicklung erkennen zu können.
Schlüsselworte: Transpersonale Psychologie, Scham, Hindernis auf dem spirituellen Weg, Identität, post-moderne Gesellschaft, Schamlosigkeit, Narzissmus.

