Transpersonale Psychologie und Psychotherapie»Inhaltsübersicht»Ausgabe 01/2003 - 9. Jahrgang - Heft 1

Ausgabe 01/2003

Psychometrische Überprüfung der Skala „Transpesonales Vertrauen“ (TPV) in einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe

Cornelia Albani u.a: Leipzig

Zusammenfassung: In einer Repräsentativbefragung wurde die Skala „Transpersonales Vertrauen“ (TPV) von Belschner an 954 Ost- und 1013 Westdeutschen psychometrisch geprüft. Bezüglich der Itemkennwerte ergaben sich gute testtheoretische Werte. Da sich die einfaktorielle Struktur nicht eindeutig replizieren ließ, wird eine zweifaktorielle Lösung mit den Skalen „Transzendente Eingebundenheit“ und „Transzendente Führung“ vorgeschlagen.
Bezüglich der Bedeutung religiöser Einstellungen gilt: Frauen stimmen den Items etwas stärker zu als Männer, Ältere stärker als Jüngere. Ostdeutsche lehnen die Items eindeutig stärker ab als Westdeutsche und Konfessionslose erheblich stärker als Konfessionsgebundene. Anhand der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen dem TPV und der Selbsteinschätzung bezüglich der Existenzgewissheit Gottes und der Bedeutung von Glauben in der Kindheit zeigten sich deutliche Hinweise auf die Validität des Instrumentes. Mit der Skala „Transpersonales Vertrauen“ liegt ein ökonomisches und valides Instrument zur Erfassung spiritueller und religiöser Einstellungen vor.

Schlüsselwörter: Religiosität, Spiritualität, Transpersonales Vertrauen, Repräsentativerhebung