Transpersonale Psychologie und Psychotherapie»Inhaltsübersicht»Ausgabe 01/2003 - 9. Jahrgang - Heft 1

Ausgabe 01/2003

Involution und Evolution des GEISTES und die Rolle der Archetypen

Mit Auszügen aus einem Gespräch mit Ken Wilber

Johann Munzer, Salorino/Schweiz

Zusammenfassung: Dieser Artikel enthält Auszüge aus einem Gespräch mit Ken Wilber über die Rolle der Archetypen bei der Involution und Evolution des Bewusstseins. Sind die Achetypen der Großen Mutter, der Weltseele Anima mundi, der Schlangenstab oder die Chakren des Kundalini-Yoga nicht nur urtümliche Bilder und Kulturleistungen einer archaisch-mythischen Zeit, sondern vielmehr transpersonale Strukturierungskräfte, höchste Archetypen und kosmologische Kräfte? Wir haben bislang wenig Beweise und Kriterien dafür, um hier klare Unterscheidungen vorzunehmen, welche Archetypen den höheren oder niederen Ebenen des Bewusstseinsspektrums zuzuordnen sind.  Sie auf prärationale mythische Bewusstseinsebenen zu reduzieren ist möglicherweise genauso falsch wie sie überzubewerten und höchsten Erfahrungspotenzialen zuzuschreiben. Zuletzt wird der Frage nachgegangen, ob eine von allen mythischen Vorstellungen und Bildern befreite moderne Sprache die innerseelischen Bilder, Zustände und Entwicklungsebenen des Bewusstseins adäquat beschreiben kann.

Schlüsselwörter: Involution, Evolution, Bewusstseinsebene, Archetypen, Mythische Bilder, Mystik, Prä/Transverwechslung, Weltseele, Intergrale Praxis